Samstag, 25 Januar 2014 10:08

Gemeinsames Sorgerecht, auch bei Funkstille

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Nach einer aktuellen Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm (OLG Hamm) bleibt es auch dann beim gemeinsamen Sorgerecht der Eltern, wenn diese nicht mehr miteinander reden, das gemeinsame Sorgerecht aber dem Kindeswohl entspricht.

 

Im konkreten Fall hat die Kindesmutter gerichtlich beantragt, ihr die elterliche Sorge für die beiden gemeinsamen Kinder zur alleinigen Ausübung zu übertragen. Das Gericht hat den Antrag der Mutter abgelehnt und entschieden, dass es der Kindesmutter „zuzumuten" ist, die Kommunikation mit dem Kindesvater - im Interesse des Kindeswohls - zu suchen. Der Kindesvater ist hingegen gehalten, seine Positionen der Mutter gegenüber „in maßvoller Weise" geltend zu machen.

Darüber hinaus rät das Gericht den Eltern der Anregung des Jugendamtes zu folgen gemeinsam an einem Mediationsverfahren teilzunehmen, um die Kommunikation zwischen ihnen zu verbessern.

Das OLG Hamm betont, dass die Frage, ob das gemeinsame Sorgerecht zum Wohle des Kindes ist, einer konkreten Einzelfallbetrachtung bedarf.

Die Entscheidung des OLG Hamm steht im Einklang mit den Ausführungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zu § 1671 BGB, der die elterliche Sorge getrennt lebender Eltern regelt. Auch nach Auffassung des BVerfG kann die Auflösung der gemeinsamen elterlichen Sorge nicht damit gerechtfertigt werden das Konfliktpotenzial aus der Elternbeziehung zu nehmen. Maßstab und Ziel einer Auflösung der gemeinsamen elterlichen Sorge auf einen Elternteil ist - allein - das Kindeswohl.

Quelle: anwalt.de

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